(Kommunalpolitische) Entscheidungen

(Kommunalpolitische) Entscheidungen

Snapshot Bildung und Schule
Projektbeschreibung

Wir wollen den Teilnehmer*innen einen Überblick über kommunalpolitische Entscheidungsprozesse, demokratische und individuelle Entscheidungen, und über werte- und meinungsbasierte individuelle Entscheidungsprozesse geben. Die Teilnehmer*innen sollen durch den Gruppenprozess lernen, wie Demokratie im Alltag funktioniert und wie wir in Gruppen zu guten Entscheidungen kommen. Außerdem beschäftigen sie sich mit den Aufgaben der Kommune, der Politikebene, die ihrem Alltag am nächsten steht, sowie den Möglichkeiten zur Beteiligung und zum Engagement vor Ort. Zuletzt ist es uns wichtig, den Jugendlichen Möglichkeiten der Weiterbildung aufzuzeigen, die in den Veranstaltungen mit ihnen gemeinsam erarbeitet werden. Durch interaktive Methoden der Menschenrechts- und Demokratiebildung, insbesondere Elementen der Betzavta-Methode, wollen wir erreichen, dass die Teilnehmer*innen ein vertieftes Verständnis dafür erlangen, was es heißt, Demokratie zu leben. Damit wollen wir erreichen, dass sie ihre Selbstwirksamkeit in dem Feld erhöhen und sich ihr Interesse an und ihre Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement und Beteiligung steigert. Mit den Veranstaltungen wollen wir zum gefestigten Demokratieverständnis der jungen Menschen beitragen, welches durch rechtspopulistische und rechtsextreme Strömungen, in ihrem Alltag und auf Social Media, regelmäßig angegriffen wird. Außerdem wollen wir den Forderungen von jungen Menschen nach mehr politischer Bildung (Quelle: Jugendkonferenzen des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport) nachgehen.

April: Wir starten im April mit der Teilnehmer*innenakquise für unsere vier Veranstaltungen, die an drei verschiedenen Terminen auf der Burg Liebenzell stattfinden sollen. Dafür kooperieren wir, das pädagogische Team des IFBLs, mit der Friedrich-Ebert-Schule Esslingen. Gemeinsam mit dem Ansprechpartner der Schule und dem jungen Team an freien Referent*innen arbeiten wir auf Basis des Konzepts einen Programmplan aus, der von den teilnehmenden Jugendlichen abgesegnet wird. Über den Lehrer können die Jugendlichen Feedback geben und das Programm wird nach ihren Wünschen angepasst. Mai: Im nächsten Schritt bereiten die freien Referent*innen unter Beratung der Akademiereferentin des IFBLs das Programm und alle anstehenden Methoden vor. Zum Start der ersten Veranstaltung im Juni ist das Konzept finalisiert. Juni – Oktober: Die Durchführung soll im Juni und Oktober stattfinden. Während der Durchführung durch die freien Referent*innen werden sie eng durch die Akademiereferentin und die Lehrkräfte der Friedrich-Ebert-Schule Esslingen begleitet. Außerdem erfolgt nach jedem Seminar eine Überprüfung des Programms seitens des Teams auf Basis der Evaluation durch die Teilnehmer*innen. Inhaltlich sollen die drei Programmtage folgendermaßen gegliedert sein: Am ersten Tag beginnen wir mit einer Teambuilding-Einheit. So soll untereinander Vertrauen geschöpft werden, das für die späteren Einheiten und für den Gruppenprozess essenziell ist. Es folgen Übungen zur Meinungsbildung, die auch bestehende Ansichten kritisch hinterfragen sollen. Zuletzt setzen wir uns mit geteilten demokratischen Werten auseinander. Am zweiten Tag beschäftigen sich die Teilnehmer*innen mit Entscheidungsprozessen, beispielsweise anhand des Spiels „Quararo“ zum Treffen von Entscheidungen, das mit unterschiedlichen Modulen gespielt werden kann. Die Module „Jugendbeteiligung“ und „Im Einsatz für die Demokratie“ bieten sich besonders an, jedoch sollen die Jugendlichen, falls sie sich für das Spiel entscheiden, das Modul wählen können. Außerdem ist es möglich, ein Planspiel zu kommunalpolitischen Entscheidungsfindungen durchzuführen. Diese möglichen Einheiten werden ergänzt durch Methoden der Menschenrechtsbildung oder Betzavta-Methoden, um sich kritisch mit Entscheidungen auseinanderzusetzen. Der abschließende Tag widmet sich dem weiteren Engagement und der Nachhaltigkeit des Seminars. Wir beschäftigen uns damit, wie und wo Entscheidungen getroffen werden und leiten dann über zu Möglichkeiten der Jugendbeteiligung und Engagement in der eigenen Kommune, damit die Jugendlichen sich damit auseinandersetzen, wie das Gelernte der letzten drei Tage auf ihren Alltag angewandt werden kann. Ein besonderer Fokus wird auf die Möglichkeiten der Weiterbildung gelegt. Gemeinsam mit den Jugendlichen werden Ideen entwickelt, wie engagierte Teilnehmer*innen sich nach Seminarende weiterqualifizieren können und zu Mentor*innen für demokratisches Handeln für ihr Umfeld werden können (peer-to-peer-Ansatz). Somit können die Veranstaltungen als Pilot für eine größere Maßnahme dienen, in der junge Menschen zu aktiven Demokrat*innen ausgebildet werden. November und Dezember: Nach der Durchführung erfolgen der Projektabschluss sowie strategische Überlegungen zur Weiterentwicklung des Projekts und weiteren Finanzierungsmöglichkeiten, damit wir das Projekt mit den Learnings der Veranstaltungen mit mehr Jugendlichen durchführen können.

Projektträger
Internationales Forum Burg
Markus Schädle
Burg Liebenzell
75378 Bad Liebenzell
Deutschland
Themenfeld
Themenfeld: 
Region, Partner
Infos
Zuletzt geändert: 
05.10.2026 - 11:01
Inhaltstyp: 
projekt
Beitrag Id: 
264185