• Wie heißt das Projekt?
Wir sind die Jugendprojektgruppe „Das Linsentheater“, da wir im Kulturzentrum Linse in Weingarten proben & aufführen dürfen. Das Stück dieses Jahr nennen wir „Im Namen der Ordnung.“
• Wer hatte die Idee zum Projekt und wie kam es überhaupt zu dieser Idee?
Unsere Gruppe entstand aus dem Kulturprojekt in Weingarten, das „Welfentheater“. In diesem spielen Kinder & Jugendliche mit Unterstützung von Studierenden ein Stück aus der Stadtgeschichte. Aus einigen schauspiel-begeisterten jungen Menschen ergab sich eine Gruppe, die auch über das Projekt hinaus Theater spielen wollte.
So machten wir uns auf den Weg zu einer eigenen Gruppe, um ein eigene Stücke zu entwickeln. Die Gruppe ist nicht fix über Jahre hinweg bestehend, es gibt keine bindende Mitgliedschaft oder Teilnahmegebühr, die Organisation läuft rein ehrenamtlich und wir sind lose an das Kulturzentrum angelehnt, hauptsächlich bezüglich der Räumlichkeiten.
• Was ist das Ziel des Projekts?
Das Hauptziel von uns Organisator*innen ist hauptsächlich pädagogisch. Wir stellen mit den Jugendlichen Fragen, wie: was ist typisch Mann – typisch Frau? In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Und nicht zuletzt die Macht des Volkes in einer Demokratie und den Wert eines Lebens.
Durch das gemeinsame Entwickeln der Geschichte übten die Teilnehmenden, sich ernsthafte Gedanken zu ihren Vorstellungen & Wünschen zu machen und konstruktiv Rückmeldung zu geben.
Instagram: daslinsentheater
• Was genau ist das Projekt?
In unserer etwa 20-köpfigen Gruppe, die im Herbst 2025 in dieser Zusammenstellung zusammen kam, entwickelten wir zunächst Ideen, um was es in dem Theaterstück gehen solle. Nach einigen Nachforschungen kamen wir zu dem Entschluss, dass kein fertiges Theaterstück unseren Anforderungen entspricht und wir uns das nicht leisten können/möchten.
Durch theaterpädagogische Übungen und Austausch lernten wir uns besser kennen und entwickelten Ideen für Charakter und (gesellschaftliche) Themen, die uns am Herzen liegen.
Daraus entwickelten wir bis April 2026 ein Theaterstück „Im Namen der Ordnung.“, rund um das Thema einer idealen Gesellschaftsordnung. Also Patriarchat, Basisdemokratie, Polizeistaat, … heruntergebrochen auf eine fiktionale Krimigeschichte.
Musikalisch begleitet werden wir dabei unter anderem von einer jungen Gitarristin, die das Geschehen durch live-Musik begleitet.
• Wie viele Kinder und Jugendliche haben das Projekt geleitet oder wurde es von Erwachsenen geleitet?
Federführend sind 3 erwachsene (ehrenamtliche) Pädagoginnen, die Gruppe setzt sich weiterhin zusammen aus Jugendlichen zwischen 12 & 23 Jahren. Inhaltlich sind alle beteiligt, das Plakat wurde von einer Teilnehmerin entworfen, Warm-ups und Übungen werden teilweise von Teilnehmenden angeleitet. Die musikalische Begleitung macht eine der Teilnehmerinnen.
• Wie lange lief das Projekt (von wann bis wann) und ist es jetzt abgeschlossen?
Beginn war im Oktober 2025, Aufführungen sind im April 2026. Danach ruht die Gruppe zunächst.
• Was passiert als nächstes: wird das Projekt weitergeführt oder ist es jetzt vorbei? Sind vielleicht andere Projekte daraus entstanden? Wenn ja, welche?
Ob es das Projekt im nächsten Schuljahr noch einmal geben wird, ist noch nicht klar. Es wird sich aus den verfügbaren Zeitkontingents der Jugendlichen & Organisatorinnen hervortun.
Da die Intention des Stückes war, dass auch tiefere gesellschaftliche Themen behandelt werden, wurde das Mindestalter auf 12 Jahre beschlossen. Da die Nachfrage bei jüngeren Kindern aber auch sehr hoch war, haben wir die Kindergruppe „Linse Junior“ gegründet, die mit theaterpädagogischen Übungen erste Erfahrungen sammelt. Diese Gruppe wird im Sommer eigene Auftritte haben.