Grenzgänger feat. Mc Manar "Peace for Syria"

Grenzgänger feat. Mc Manar "Peace for Syria"

Snapshot Kultur und Kunst
Projektbeschreibung

https://www.youtube.com/watch?v=1ms_eHx6Pno

Grenzgänger feat Mc Manar „Peace for Syria“ - Projektbeschreibung

Das Projekt entstand in Anbetracht der akuten Kriegsgefahr auf der Erde und der schieren Ohnmacht deren man sich als Jugendlicher gegenüber sieht. Als politisch Interessierte haben wir eine Musikgruppe gegründet, die sich mit gesellschaftlich relevanten Themen beschäftigt und versucht, die Sensibilität für Frieden und eine Menschheit durch die Musik zu übermitteln. Alle drei Crewmitglieder waren schon immer “Grenzgänger” weshalb auch der Name entstand. Julian Arend war immer Computer und IT orientiert, Jaron Götz musikalisch versiert und Simon Marian Hoffmann durch seine Filme mit dem nötigen Know-how für Produktion und Inszenierung ausgestattet. In der Musik fanden wir einen gemeinsamen Nenner, durch den wir künstlerisch und politisch wirken konnten. Da die Flüchtlingsdebatte in aller Munde war, sich aber niemand um einen Austausch, um gemeinsame Kultur oder künstlerische Projekte kümmerte, haben wir selbst beschlossen, die Situation auf der Erde von unserem Blickwinkel aus und in unseren Worten zu beschreiben. Durch Zufall und unseren Austausch mit den Flüchtlingen, kamen wir in den Kontakt mit dem jungen, talentierten, syrischen Rapper Mc Manar, der mit 13 Jahren eine Flucht mit 12 Tagen auf See, ohne Wasser oder Brot hinter sich hatte. Mittlerweile war er 15 und wir verstanden uns sofort, sodass die Idee für den gemeinsamen Song geboren war. Im April galt es noch die letzten Abiturprüfungen abzulegen und dann begann auch schon die dreimonatige Projektphase. Schnell wurde klar, dass wir alle Größeres mit dem Projekt bewirken wollten und das es Ambitionen hatte auch als Musikvideo zu bestehen. Als der Refrain stand und wir gemeinsam im Studio sangen, war allen klar, dass wir eine große Energie gebündelt hatten, die unbedingt ihre Kraft ausstrahlen musste. Wir begannen alle Instrumente live einzuspielen und die Begleitstimmen mit einem Chor ein zu singen, weil wir einen echten, unverfälschten Sound erreichen wollten. Die politische Aussage dahinter, dass wir als junge Generation gegen Krieg sind und auch anders können als Computerspielen und Desinteressiert zu sein, stand von vornherein über dem Projekt. Beim gemeinsamen Musizieren mit den unterschiedlichen kulturellen Hintergründen kam eine unglaubliche Euphorie und Gemeinschaft auf, dass wir daraus eine Bewegung kreieren wollten. “Peace for Syria” war uns deshalb wichtig, weil es momentan der größte Stellvertreterkrieg und Syrien wegen seiner strategischen Lage für viele Großmächte interessant ist. Für uns steht Syrien stellvertretend auch für andere Brandherde, weshalb auch der Zuname “Peace for Syria - Frieden für die Welt” entstand. Doch was bei den öffentlichen Debatten oft vergessen wird, sind die Hintergründe der Flucht und des Krieges und dass die Menschen die heute zu uns kommen, größtenteils nicht freiwillig gingen und vielleicht gar nicht so lange hier bleiben wollen, dass sie alles verloren haben was sie Heimat nannten. Ständig wird über sie geredet, selten mit ihnen. Wir wollten Bilder kreieren, die einem vor Augen führen, was Krieg bedeutet, da heute sehr unkritisch mit Militär und potentiellen Konfliktlösungen umgegangen wird. Wir wollten dass die Leute verstehen, warum man flieht, dass der Westen dabei nicht so unschuldig ist, wie er gerne wäre, dass man Flüchtlinge erntet, wenn man Krieg sät und Waffen exportiert. Wir sind die zweite Generation die ohne Krieg aufwuchs und deshalb ist es um so wichtiger, immer zu wissen, warum diplomatische Wege die bessere Alternative ist. Weil niemand unsere Meinung, unsere Ansichten und Ideen hören wollte, mussten wir uns Gehör und eine eigene Bühne beschaffen. So war die Idee einer Kundgebung und eines Friedenszugs geboren. Veränderung kommt durch Bewegung, also planten wir einen Zug durch mehrere Dörfer, der sich mit Eseln, Pferden und Ponnys über 12km bis in die nächste Stadt ziehen sollte. Wir wollten gemeinsam mit Familien, Freunden, Bekannten, behinderten Menschen, Flüchtlingen und Kindergärten für den Frieden marschieren. Die ganze Aktion sollte professionell gefilmt und anschließend für das Internet aufbereitet werden. Den Song nahmen wir mit einem gleichaltrigen Produzenten auf und perfektionierten die Aufnahmen wie es uns möglich war. Die ganze Aktion wurde nur von jugendlichen Teenagern geplant, organisiert und durchgeführt. Bald stand fest, dass es mehrere Teile des Projektes geben sollte. Die Basis bildete der eigene Song mit einem Musikvideo, dessen Aufnahmen unteranderem auf dem Friedenszug und der Kundgebung entstanden. Darüber hinaus gab es noch die Premiere am 16. Juli 2016 unter freiem Himmel, bei der der Song nochmals live performt und das Musikvideo erstmals unter freiem Himmel vorgestellt wurde. Für das Musikvideo arbeiteten wir mit spielwütigen jugendlichen Flüchtlingen zusammen und betrieben großen Aufwand die entsprechenden Locations für die Kriegsszenarien zu finden. Das ambitionierte Drehbuch sah vor, durch selbst gedrehte, schockierende Bilder aus dem Krieg und den sommerlich fröhlichen Bildern vom Friedenszug einen Kontrast zu erschaffen, der einem beim Betrachten in Erinnerung bleibt. So musste die 15 Köpfestarke Crew über drei Tage versorgt, mit Equipment ausgestattet und mit Drehplänen bedient werden. Parallel wurde zum Friedenszug und zur Kundgebung aufgerufen. Es entstanden Plakate, Bilder, Flugblätter, Rundmails, Facebookveranstaltungen und ein Bündnis mit verschiedenen privaten Personen aus den unterschiedlichsten Parteien, Gruppen, Vereinen und Schulen die sich an der Aktion beteiligen wollten. Es gab Zeitungsberichte und tatsächlich eine kleine Bewegung. Alles entstand um uns „Grenzgänger“ herum und so kam es, dass wir sogar Konstantin Wecker als Akt auf der Kundgebung gewinnen konnten. Wegen eines Konzertes am Abend musste er aber dann doch leider absagen, weshalb er uns ein Grußwort für Solidarität und Zusammenhalt zukommen ließ. Wir trafen uns mit der obersten Polizeibehörde, dem Ordnungsamt, dem Landkreisamt, den verschiedenen Gemeinden und der Luftschutzbehörde um den Friedenszug ohne Probleme und mit Begleitung einer Drohne für Filmaufnahmen aus der Luft durchführen zu können. Die Ämter waren sehr zuvorkommend und ließen uns alle Ideen ohne Einschränkungen ausführen. Für die Kundgebung, die genau nach dem Friedenszug anschließend sollte, hatten wir ein abwechslungsreiches Programm zwischen kulturellen und politischen Beiträgen. Als erstes wurde nach der vierstündigen Wanderung zu der rund hundert Menschen kamen der Song “Peace for Syria” vorgestellt. Es folgten Reden von Gläubigen, Flüchtlingen, Politikern, Erwachsenen und uns Jugendlichen im Wechsel mit afrikanischer Trommelmusik, Poetry-Slams, HipHop Auftritten, Dundu Musik mit Stefan Charisius und Gemeinschaftsaktionen wie das Peace Zeichen erstellen oder gemeinsam die Fürsorge für die Erde übernehmen. Über der ganzen Aktion stand auch der Slogan “Dein bester Freund war gestern ein Fremder” was zum Kulturaustausch und dem einander kennenlernen einladen sollte. Zur Kundgebung erschienen um die dreihundert interessierte Kinder, Jugendliche, Flüchtlinge und Erwachsene. Auch wenn das Musikvideo sehr düster gehalten wurde, sollte es dennoch Hoffnung ausstrahlen, was wir durch das Auftreten des syrischen Jungen Lejs in Deutschland zeigen wollten, was bis spät in die Nacht nach der Kundgebung noch gedreht wurde. Am Montag danach folgten noch die einzelnen Strophen und das gemeinsame Singen vor der Kamera. Dann stand die aufwendige Postproduktionsphase, der Schnitt, das Colorgrading, die CGI Effekte und die Premiere bevor. Nach drei Monaten intensiven Planungen, Treffen und produkiven Tagen, waren wir Gott froh, neben dem Abitur auch was gesellschaftlich Relevantes auf die Beine gestellt zu haben. Uns ist hoffentlich das gelungen, was unser Antrieb war, positive Impulse verbreiten und Erlebnisse schaffen, durch die sich die Menschen mehr Gedanken machen und bereitwilliger selbst verändern. Nicht zuletzt der Jugend eine Stimme zu geben, dessen Botschaft man auch nach den Aktionen noch im Internet und weit über die Landesgrenzen hinaus hören wird. Wir Grenzgänger sind Grenzenlos. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 

Song Lyrics:

 

1. Strophe / Julian

Reisetaschen stehn, letzte Nahrung aufgebraucht

Nimmt noch was zu essen und die Gelder aus dem Hausverkauf,

Die Straße ist voll, die Menschen sie weinen, sie schreien,

sie wollen weg von hier

Zwischen den Leichen sitzen die bleichen, Verwandten sind vor Schreck schockiert

Mit einem Schritt, auf einem Schiff, das nur vom Glück getragen wird

Tauscht er seine Heimat in ein Leben dass nur Fragen wirft,

 

Währenddessen zieht in Deutschland ein Trupp durch die Straßen,

Weil sie Angst haben, dass ihnen die Flüchtlinge schaden,

Sie demonstrieren möchte gerne Dichter und Denker,

aus Angst werden sie schnell mal zum Richter und Henker

 

Manche bleiben stumm, andre dumm und das spricht sich dann rum

Nichts gelernt aus alten Zeiten, also kümmere dich darum

Dass das nicht wieder passiert, zweimal reicht, die Geschichte hat uns gezeigt

Zu hassen führt dazu, gehasst zu werden, stoppt das Menschenmassen sterben

Nutzen unser Essen, unser Wasser, unser Geld: scheiß Gelaber,

Sie kommen aus anderen Nationen aber ...

 

Chorus:

 

Solo: "Sagt mir bitte: Wo liegt der Unterschied?"

Chor: "Wir sehnen uns, dass keiner schießt!"

Solo: "Wenn die Sprache versagt und er flieht"

Chor: "Wollen leben und dass die Taube fliegt"

Solo: "Es ist das selbe Blut, dass in den Adern fließt.

Es ist der selbe Wunsch, der im Innern liegt.

Es ist die selbe Glut, die uns Leben gibt.

Sag mir warum, warum willst du Krieg?"

 

2. Strophe / McManar:

I wanna sing …

for all goodhearted people ..

I wanna freedom …

and become an eagle..

I wanna break the rocks..

i really have a message..

for all the world..

Noo more destruction ..

No more desolation ...

We need just peace ..

Please stabilisation ..

O Our kids are daying...

our kids are suffering..

they are calling ....

no one answering..

Torture..tragedies and pain ..

All we are suffering from ohhh my pain ..

What is a sin of pure child to die as a mytyre' land..

What is a sin of pure child to be a died body between his mothers' hand ....

Stop degradation...

listen to me all..

We will back our home..

who ever will fall..

One last word..am just a kid..

One of my rights ...

To be humanbeing...

 

 

Chorus:

 

Solo: "Sagt mir bitte: Wo liegt der Unterschied?"

Chor: "Wir sehnen uns, dass keiner schießt!"

Solo: "Wenn die Sprache versagt und er flieht"

Chor: "Wollen leben und dass die Taube fliegt"

Solo: "Es ist das selbe Blut, dass in den Adern fließt.

Es ist der selbe Wunsch, der im Innern liegt.

Es ist die selbe Glut, die uns Leben gibt.

Sag mir warum, warum willst du Krieg?"

 

 

Jaron:

 

Wir teilen die Welt auf

in gute und in schlechte Menschen

scheißen auf Existenzen

auf Menschen die um ihre Rechte kämpfen

Während wir unsere Drohnen lächelnd lenken

gibt es tausende Kinder die im Dreck verenden

ich weiß, dass sie ihre Interessen verstecken,

denn es geht nur um Geld

nicht um menschliches Denken

 

Krieg ist immer nur Tod und Leid

die Menschen dort unten sind so allein

obendrein die Angst

der Blick geht nach oben

wo die Drohne kreist, so ein Scheiß!

Wir glauben wirklich wir können alles beherrschen

alle enterben

Waffenfabriken verdienen sich dumm und dämlich

wenn Menschen ihre Knarren erwerben

 

Man findet unsere Waffen

in so gut wie jedem Krisengebiet

die Intelligenz wird missbraucht

um in die Kriege zu ziehen

ja wir verdien so viel

dabei verliern' wir das Ziel

deutsche Waffen sind doch längst schon auch in Syrien im Spiel

 

Erst Planet der Affen dann Planet der Waffen

Milliardengeschäfte die Elend erschaffen

Wir stehen daneben wir leben und nehmen zu viel

anstatt uns endlich zu raffen

Wir sind so ignorant als Todliferant

Geld liegt im Safe und die Drogen im Schrank

langsam hab ich hier das Problem erkannt

wir leben in einem verlogenen Land.

 

 

Bridge / Simon

Wir teilen die selbe Erde,

Wir lieben die selbe Luft,

Wir teilen die selben Meere,

Und vergessen die Vernunft,

 

 

Ihr Alten, riskiert im Krieg unsre Leben,

Wir sind anders, wir werden die Waffen niederlegen,

Bis kein Mensch mehr flieht, sind wir für ihn da,

Wir singen Peace, for for Syria

 

Chor: Peace for Syria, for Syria

 

Chorus:

 

Solo: "Sagt mir bitte: Wo liegt der Unterschied?"

Chor: "Wir sehnen uns, dass keiner schießt!"

Solo: "Wenn die Sprache versagt und er flieht"

Chor: "Wollen leben und dass die Taube fliegt"

Solo: "Es ist das selbe Blut, dass in den Adern fließt.

Es ist der selbe Wunsch, der im Innern liegt.

Es ist die selbe Glut, die uns Leben gibt.

Sag mir warum, warum willst du Krieg?"

Projektträger
Simon Marian Hoffmann
Simon Marian Hoffmann
Hintere Hauptstr. 4
73099 Adelberg
Deutschland
Telefon: 
07166/ 888 40 11
Medien
Anhang
Bild
Video
Grenzgänger feat. Mc Manar "Peace for Syria"
Making Of ► "Peace for Syria" - Musikvideo - Teil 2
Making Of - "Peace for Syria" - Song - Teil 1
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