Es entstand das Beteiligungsprojekt, welches weitgehend eigenständig Rap-Workshops plante. Soziale Teilhabe wurde durch Förderungen des „Zukunftspakets“ und „Mit Mut in die Zukunft“ möglich. Der Wunsch war es, einen kreativen und sicheren Raum zu bieten, in dem man sich mit den eigenen Themen ausdrücken, voneinander lernen, Spaß haben und gemeinsam wachsen kann. Besonders wichtig war es dabei: Zugänge zu schaffen, die unabhängig von Herkunft, finanziellen und sprachlichen Möglichkeiten oder Vorerfahrungen sind. Alle können mitmachen!
Das Projekt begann im Februar 2024 mit der Idee eines Jugendlichen: „Wir möchten gerne mit älteren Jugendlichen aus Afghanistan ein Musikvideo produzieren.“ Die fünf afghanischen Jugendlichen nahmen die Umsetzung ihres eigenen Wunsches nach Teilhabe trotz sprachlicher Hürden und langer Wege im ländlichen Raum selbst in die Hand. Sie initiierten für sich und andere Jugendliche das, was sie sich selbst wünschten und was es nicht gab: ein offenes, kostenloses und empowerndes Freizeitangebot, in dem Musik als verbindende Sprache wirkt. Die Teamprozesse verliefen strukturiert und gleichzeitig flexibel. Zu Beginn jedes Treffens wurde geklärt, welche Schritte noch anstanden. Trotz unterschiedlicher Sprachniveaus entstand ein sehr unterstützendes Miteinander, in dem Übersetzung, Erklärungen und gegenseitige Hilfestellungen selbstverständlich waren. Wesentlich war auch die Begleitung durch eine erfahrene erwachsene Fachkraft.