KRIEG? was hat das mit mir zu tun?

KRIEG? was hat das mit mir zu tun?

Snapshot Soziales
Projektbeschreibung

In drei Sätzen:

Fächerübergreifendes Projekt: Kunst, Deutsch, Geschichte und außerschulische Bildung. Auseinandersetzung mit dem 1. Weltkrieg, Menschenrechten und eine Ausstellung im Rathaus im Ort.

Zeitraum:

Februar 2014 bis Juli 2014

Beschreibung:

Wie selbstverständlich steht in unserem Lehrplan heute das Thema „Weltkriege“ zur theoretischen Bearbeitung mit jungen Menschen und jeder von ihnen hat das Wort „Menschenrechte“ auch mindestens einmal gehört. Das diese existieren, ist aber kein naturgegebener Zustand, sondern das Ergebnis eines Prozesses, der das internationale Aufarbeiten der schrecklichen Ereignisse der beiden Weltkriege kennzeichnet. Zum 100. Male jährt sich nun der Ausbruch des 1. Weltkriegs. Was das mit den heutigen Aichwalder 8.-Klässlern zu tun hat, ob und wie tief sich die international besetzte Klasse von Geschichte berühren lässt, wie offen sie mit anderen Menschen verbal und nonverbal umzugehen vermögen und ob es gelingt, bestehende gegenseitige, die Nationalität betreffende Vorurteile hinsichtlich einer friedlichen europäischen und globalen Welt aufzulösen, hat sich im Experiment gezeigt. Die Schülerinnen und Schüler haben die Aufgabe gehabt, am 16.7.2014 gemeinsam mit Bürgermeister Nicolas Fink eine Ausstellung zum Thema „Ausbruch des 1. Weltkrieges“ im Rathaus Aichwald zu eröffnen, die sie selbst mit Hilfe des Projektleiterinnenteams erarbeitet haben. Folgende Meilensteine lagen neben den freiwilligen, projektorientierten Jugendhausbesuchen am Freitag Abend zwischen 17 und 19 Uhr auf ihrem Weg, um sich für die Thematik, die in der Schule wesentlicher Geschichtsstoff ist, neue Denk- Impulse zu verschaffen: Besuch der Sonderausstellungen im Kunstmuseum Stuttgart (Radierungen Otto Dix), künstlerische Umsetzung mit Linoldrucken, Besuch von Kriegerdenk- und Mahnmälern auf örtlichen Friedhöfen in Aichwald, gemeinsamer nonverbaler Theaterworkshop zum Thema Menschenrechte, Hineinversetzung der Situation der Soldaten und verfassen von Tagebuchenträge, Aufnahme im Tonstudio, individuelle Frage- und Antwortrunden.

Flyertext
Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme. Streiflichter auf die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert
Eine Ausstellung herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Institut für Zeitgeschichte und Deutschlandradio Kultur
und
Krieg. Was hat das mit mir zu tun?
Eine Ausstellung von Schülerinnen und Schülern der Klasse 8 der Aichwalder Werkrealschule
2014 jährt sich der Ausbruch des 1. Weltkriegs zum 100. Mal, 75 Jahre sind seit Beginn des von Deutschland entfesselten 2. Weltkriegs vergangen, 25 Jahre seit den friedlichen Revolutionen und zehn Jahre seit der EU-Osterweiterung. Zu dieser Thematik sind im Aichwalder Rathaus sind vom 16.7.2014 an 6 Wochen lang zwei Ausstellungen zu sehen, die von einer Arbeitsgruppe im Jugendhaus Domino thematisch ineinander verwoben wurden.

Die Ausstellung „Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme. Streiflichter auf die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert“ erzählt Europas Geschichte zwischen Freiheit und Tyrannei, zwischen Demokratie und Diktatur. Gezeigt werden 26 Ausstellungstafeln des Institutes für Zeitgeschichte, dem Deutschlandradio Kultur und der Bundesstiftung Aufarbeitung. Zu sehen sind im Rathaus aber auch die Kunstwerke von Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse der Werkrealschule. Die Aichwalder Jugendlichen haben sich im Jugendhaus Domino und in der Schule eingehend mit der Frage beschäftigt, was denn Krieg eigentlich mit ihnen zu tun hat. Auf ihrer Suche nach Antworten setzten sie sich mit dem Künstler Otto Dix auseinander und bearbeiteten mit spanischen Gästen des Esslinger Jugendtheaterensembles Stage Divers(e) das Thema Menschenrechte. Eine sehr engagierte Arbeitsgruppe (Sylvio Malik, Alper Hancer, Daniele Di Maggio), die sich die Aufgabe gestellt hatten, die Ausstellung im Rathaus zu präsentieren, suchten Spuren des Krieges in Aichwald, machten sich weiterführende Gedanken zu aktuellen Kriegssituationen, zur Flüchtlingsproblematik und zu nationalistischen, fundamentalistischen und politisch extremistischen Strömungen. Vor dem Hintergrund ihrer eigenen interkulturellen Wurzeln und ihrer derzeitigen Lebenswelt entwickelten sie aus all ihren Eindrücken ihr zentrales, persönliches Anliegen an die Ausstellungsbesucher: Krieg ist kein PC-Spiel und der Umgang mit Waffen nicht erstrebenswert für eine zukunftsorientierte Gemeinschaft in einem friedlichen Europa. Hingegen fordern sie gegenseitigen Respekt, Neugierde und Toleranz und das Recht, überall auf der Welt Freunde zu suchen und zu finden.
 

Partner:

Koordiniert wurde das Gesamtprojekt von Dorothee Himpele (Leiterin Jugendhaus Domino, Kunsttherapeutin), Babette Ulmer (freie Kulturanthropologin, Leiterin der Stage Divers(e) - Forum für JugendTheaterKultur, http://www.stage-divers-e.de/) in enger Zusammenarbeit mit Tanja Loichen (Klassenlehrerin) und Heidrun Ulbrich (Kunstlehrerin). Literatur stellte uns die Ortsbücherei zur Verfügung

Projektträger
GWRS Aichwald
Krummhardter Str. 58
73773 Aichwald
Deutschland
Telefon: 
0711/550936819
Themenfeld
Region, Partner
Infos
Zuletzt geändert: 
22.03.2016 - 16:11
Inhaltstyp: 
projekt
Beitrag Id: 
252697