Traces of little feet

Traces of little feet

Snapshot Jugendarbeit
Projektbeschreibung

Traces of little feet

Der Kurzfilm "The traces of little feet" (Spuren kleiner Füße) zeigt den Schulalltag eines jungen Flüchtlings in Deutschland. Es ist geplant, den Film in der Bildungsarbeit einzusetzen und bei internationalen Filmfestivals vorzustellen. Er soll Diskussions- und Gesprächsanlässe initiieren, die für die persönlichen Hintergründe der Flüchtlinge sensibilisieren. Der Kurzfilm wurde von und mit Geflüchteten gedreht.

Positive Erfahrungen/Wirkungen des Filmprojektes:
Die erwarteten positiven Wirkungen des Filmprojektes auf die Zielgruppe wurden tatsächlich übertroffen. Vier Kinder einer syrischen Familie waren in die Dreharbeiten eingebunden - teils als Hauptdarsteller (10 Jahre), teils als Nebendarstellerin (7 Jahre) und als Statisten (14 +15 Jahre). Die positive Entwicklung welche diese Kinder vom ersten Gespräch mit Murad Atshan, über die Workshops und Proben bis hin zum Filmdreh gemacht haben, waren schlicht beeindruckend.
Die Eltern zeigten sich anfangs generell skeptisch was den Umgang ihrer Kinder mit deutschen Kindern und Erwachsenen angeht. Sie befürchteten schlechte Einflüsse. Dies hat sich im Laufe des Projektes komplett gewandelt. Teils fanden die Proben ihrer Kinder bereits in den Räumen von Künstler ohne Grenzen e.V. statt. Des Weiteren waren die Eltern nicht nur selbst zu Besuch bei den Dreharbeiten vor Ort anwesend, sondern gaben ihre Kinder über fünf Tage hinweg in die Obhut von überwiegend deutschen Mitarbeitern, die morgens die Kinder mit dem Auto abholten und sie erst abends wieder zurück brachten. Herr Atshan hat hier durch seine achtsame und respektvolle Vorgehensweise viel bewirken können.

Diese Begegnungen waren für beide Seiten wertvoll und bereichernd!

Ebenso erwähnenswert ist die tolle Unterstützung welche wir vom Fischerverein in Stutenseeerhalten haben. Wir durften für die Außendreharbeiten die Räume des Vereins nutzen. Dies war eine riesige Unterstützung, da sich dann Darsteller, Statisten und Filmcrew aufwärmen und gemütlich gemeinsam essen konnten.
Hinzu kam, dass die Jugend des Fischervereins uns für eine wichtige Szene sogar als Statisten unterstützte. So durften sie einige Stunden mit unseren syrischen und afghanischen Statisten und Schauspielern zubringen. Vor allem die jüngsten Darsteller beeindruckten die Jugendlichen des Vereins nachhaltig durch ihre Disziplin und Durchhaltevermögen, auch in der X-ten Szene. Außerdem stellte z.B. die freiwillige Feuerwehr Stutensee einen Einsatzwagen und zwei Mitarbeiter für eine Szene zur Verfügung, ein Bauer stellte seinen Acker zur Verfügung, die Presse veröffentlichte einen schönen Artikel inklusive Spendenlink und die Stadt Stutensee übernahm schließlich die Kosten für Wasser, Strom, Abwasser welche in den Drehtagen fürden Verein anfielen.

Festzustellen, dass wir auch in diesen dörflichen Strukturen von allen Seiten nur freundliche Unterstützung angeboten bekamen, tat einfach nur gut.

Herr Atshan erweiterte sein Netzwerk an Filmschaffenden gerade weil es auch an finanziellen Mitteln gefehlt hat. So lernte er Menschen kennen die ihn plötzlich ehrenamtlich beim Sounddesign oder bei den Schnittarbeiten intensiv unterstützt haben. Ganz abgesehen von dem Kontakt zu dem Filmstudio in Belgien, in welchem er die abschließenden Schnittarbeiten vornehmen konnte.
Es fanden zudem Vernetzungen unter den Crewmitgliedern, die sich anfangs kaum kannten, im Anschluss an die Dreharbeiten statt – es entstanden Synergieeffekte und sogar Zusammenarbeit in anderen Projekten.
Der junge Kameraassistent konnte die tolle Chance nutzen, bei dem professionellen Kameramann während der Dreharbeiten, wichtige Erfahrungen zu sammeln.

Sämtliche Schauspieler und Crewmitglieder sind weiterhin mit Herrn Atshan im Kontakt und konnten sich mittlerweile innerhalb der internen Team-Premiere des Filmes im Juli 2019 von der Qualität des Filmes überzeugen. Die Rückmeldungen der Zuschauer*innen waren durchweg positiv - starke Bilder und eine berührende Geschichte überzeugten hierbei.

Der Film wird aktuell auf internationalen Filmfestivals eingereicht und innerhalb von Karlsruhe und im Landkreis Karlsruhe an verschiedenen Orten, wie Jugendzentren, Begegnungszentren etc. aufgeführt und diskutiert.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Unterstützern und Förderen dieses schönen Projektes.

 

Projektträger
Künstler ohne Grenzen
Sven Müller
Wilhelmstraße 28
76137 Karlsruhe
Deutschland
Telefon: 
0159 054 064 86