Aussiedlerspezifisches Soziales Kompetenztraining

Aussiedlerspezifisches Soziales Kompetenztraining

Snapshot Interkulturelles Lernen
Projektbeschreibung

Ausgangslage Straftaten junger Aussiedler haben spezifische Ursachen. Diese sind vor allem: - ein Informationsdefizit bezüglich deutscher Umgangsformen, Gesetze Polizei und Justiz - im Herkunftsland übliche oder gar notwendige Vorgehensweisen oder Problemlösungsstrategien - die nicht erlernte Fähigkeit, mit dem Überangebot an Konsumgütern, und somit mit unerfüllten Wünschen umzugehen. - Große Naivität bezüglich Umgang mit Suchtmitteln - In der Migration begründete psychosoziale Probleme Hier wird deutlich, dass bei dieser Gruppierung Integrationsschwierigkeiten und Delinquenz sehr eng zusammenhängen. Ein bedarfsgerechtes soziales Kompetenztraining muss also, neben der Bearbeitung der Straftat auch ein ganzes Stück Integrationsarbeit leisten. Hinzu kommen sprachliche Defizite bei jungen Aussiedlern, die im Beziehungsaufbau eine gewisse Barriere darstellen. Insgesamt ist die Herstellung einer vertrauensvollen Beziehung, die die Grundlage für soziales Training bietet, zeitintensiver und schwieriger. Ein Gespräch mit Herrn Bartz (St. Josephspflege Mulfingen) hat ergeben, dass genau diese Punkte in der Vergangenheit des öfteren die Integration in eine SKT-Gruppe erschwert hat. Zielgruppe und Ziele Zur Zielgruppe gehören jugendliche oder heranwachsende Aussiedler, vorzugsweise wohnhaft im Öhringer Stadtteil Zwetschgenwäldle, die vom Gericht eine entsprechende Auflage erhalten haben. Spezifische Ziele ergänzend zu den Zielen eines herkömmlichen SKT´s: - Herstellung einer tragfähigen Beziehung unter den erschwerten Bedingungen - Vermittlung von Kenntnissen über deutsches Rechtsverständnis, Polizei, Justiz usw. - Vermittlung von Fähigkeiten bezüglich des Umgangs mit dem Überangebot an Konsumgütern - Bearbeitung der migrationsbedingten psychosozialen Probleme Inhalt und Methode müssen, in Zusammenarbeit mit der St. Josephspflege Mulfingen, angesichts der spezifischen Ziele erarbeitet bzw. ergänzt werden.

Projektträger
Lindenallee 35
74613 Öhringen
Deutschland
Telefon: 
07941 / 65496
Fax: 
07941 / 65496